Der Deutsch-Chilenische Bund (DCB) wurde 1916 gegründet und weist seit Anbeginn einen starken kulturellen Charakter auf. Es handelt sich um eine unabhängige, gemeinnützige, nicht auf Gewinn ausgerichtete Institution, die von ihren Mitgliedern (Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen) wie auch durch Publikationen und Kulturprojekte getragen wird. Wichtigste Aufgabe des DCB ist die Förderung des Zusammenhalts der Chilenen deutscher Abstammung durch den Erhalt der Sprache und der Verbreitung der Kultur ihrer Vorfahren. Der DCB fördert ebenso die kulturellen Beziehungen zwischen Chile und den deutschsprachigen Staaten Europas bzw. den deutschstämmigen Gemeinschaften Lateinamerikas.

Unter den Aktivitäten ragt besonders die Unterstützung des Deutschunterrichts heraus. Diese Aufgabe wird von der DCB-Filiale “Sociedad Teuto-Chilena de Educación” wie auch vom DCB-Schüleraustausch, zusammen mit dem “Verein deutschsprachiger Lehrer in Chile” wahrgenommen.

Unter der Obhut des DCB befindet sich die Bibliothek und das Historische Archiv “Emil Held Winkler”, 1985 auf Grund der Schenkung einer kulturhistorischen Sammlung des Namensgebers eingerichtet. Die Bestände sind im Laufe der Zeit durch Schenkungen aus dem In- und Ausland erheblich angewachsen und stellen heutzutage die umfassendste Informationsquelle zur Geschichte der deutschen Einwanderung
in Chile dar.

Die Kulturabteilung organisiert Ausstellungen, Konzerte, Vorträge, Theateraufführungen, landesweite Tourneen von Künstlern und andere Veranstaltungen, die an erster Stelle der Förderung der deutschen Sprache und Kultur dienen. Besonderer Wert wird darauf gelegt, die Beteiligung der Regionen am Kulturgeschehen zu intensivieren und die Beziehungen zwischen den deutsch-chilenischen Gemeinschaften des Landes auszubauen.

Der DCB ist auch Herausgeber der Wochenzeitung “Cóndor”. Hierbei handelt es sich um das einzige deutschsprachige Presseorgan in Chile. Die Auflage beläuft sich auf nahezu 6.000 Exemplare, die von weitaus mehr Lesern landesweit gelesen werden.